Ich und das Was auch immer
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Müde, und kaputt.

Es gibt zwei Sorten kaputter Leute: die, die es drauf anlegen, sich noch weiter kaputt zu machen, weil schon alles zu spät ist, und die, die jedes Risiko, weiter kaputtzugehen, vermeiden.
Ich stelle immer wieder fest, dass ich zur zweiten Gruppe gehöre. Das mag nun nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, eher ist es die vernünftigere, produktive Herangehensweise, aber es ist auch die bei Weitem langweiligere. Ich bewundere Leute, die im Angesicht von Problemen sich immer noch selbst mit dem Hammer auf den Kopf hauen, aber nein danke, nicht für mich, bitte. In meinem Kopf sitzt ein kleines Kind, das sagt: aber das tut doch weh, und damit hat es völlig recht.
Problematisch wird es eigentlich immer dann, wenn Leute von sich auf andere schließen - schön und gut, wenn du dir mit dem Hammer auf den Kopf hauen willst, aber warum sollte ich das auch tun? Warum bin ich ein Jammerlappen, wenn ich es nicht tue?
Ich will keine Drama Queen sein und halte mich auch nicht für eine, aber immer, wenn ich Rücksicht auf mich nehmen will, wird mir das vorgeworfen, meist subtil, aber manchmal auch direkt.
Ja, ich suche mir diese Leute aus, ich verbringe gerne Zeit mit Ihnen, weil sie so hardcore sind, sich mit Hämmern auf die Köpfe zu hauen, aber muss ich immer so sein wie sie?
Wird die Hammer-Metapher langsam doof? Ja, das wird sie.

Ich mache mir Sorgen, wenn mir was wehtut.
Lasst mich doch!

Es gelingt mir nur langsam und unvollständig, mich wieder mit A. anzufreunden. Das ist schade. Vor allem führt es dazu, dass ich tatsächlich das dritte Rad am Wagen geworden bin, entgegen aller vorherigen Beteuerungen, dass alles viel geselliger werden wird, jetzt, wo M. auch hier wohnt.
Ich bin sehr viel allein seitdem.
R. war in letzter Zeit viel hier, das hat Einsamkeit recht effektiv vorgebeugt und A. zu dem Hinweis verleitet, wie sie denn Zeit mit mir verbringen soll, wo doch R. dauernd hier sei.
Man nennt es einen Teufelskreis.
Seit dem letzten Besäufnis hat er sich nicht blicken lassen. Ich hatte den Kater meines Lebens - drei Tage lang. Jetzt suche ich nach Stabilität, nach ein klein wenig normalem Leben. Und schäme mich dafür, langweilig zu sein.
29.11.10 16:29
 


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