Ich und das Was auch immer
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Drehbuch
  Therapietagebuch
  Mischa
  Kellertür
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

    gabrieldevue
    - mehr Freunde

http://myblog.de/whoeverarioc

Gratis bloggen bei
myblog.de





Bumm.

Ich habe ein Faible dafür, mit offenen Auge in mein Verderben zu schlittern. Es ist wie eine Explosion in Zeitlupe, oder die Sekunden davor. Die sich entwickelnde Hitze, die entferntere Dinge flimmern lässt. Funken, die wieder verlöschen. Funken, die irgendwo aufschlagen. Und schließlich das kleine blaue Zünglein Flamme, das sich langsam, ganz langsam zu einer Wolke, einem Ball entwickelt, und schließlich zu einem Monster wird, das verschlingt, was es greifen kann. Eine Explosion kann sehr lange dauern.

Dinge, die passieren:
Ich habe Teil an einem wunderbaren begeisterungswürdigen Projekt. Ich bin nicht geschaffen für Nebentätigkeiten - ich wünschte, ich hätte ein paar Tage zusammenhängend Zeit, während ab und zu jemand vorbeischaut, wie weit ich bin und mir sagt, dass ich mich beeilen muss. Stattdessen verbringe ich jeden Nachmittag zwei Stunden damit, mich davor zu drücken, nochmal zu arbeiten (denn dann habe ich den Ausbildungstag bereits hinter mir), eine weitere Stunde damit, nicht am Computer zu sitzen (der Abwasch will auch gemacht werden und meine viereckigen Augen wollen sich auch erholen) und dann noch ein paar Stunden mit einem der folgenden Dinge:
- sozialen Kontakten (ich wohne nicht allein, und Kommunikation ist wichtig)
- sinnvollen Dingen (ich habe endlich Strom angemeldet für die Wohnung, die ich seit Januar bewohne)
- Masturbation (warum? weil ich es kann!)
- E-Mails schreiben, die Arbeit betreffen (das sieht so aus, als kümmerte ich mich dauernd um Dinge, in Wirklichkeit aber stehen meine Hauptaufgaben dadurch hintenan)
- Arbeit (oh mein Gott, warum komme ich nicht schnell genug voran? warum steht da so viel über diesem Punkt auf der Liste?)
- Masturbation (warum nochmal? weil ich schon wieder kann!)
Die Explosion ist noch im Stadium der Erhitzung, aber Deadlines rücken näher. Das wird noch sehr, sehr spannend.

Dinge, die passieren werden:
Mein Gefühlsleben möchte es nicht einfach haben. R. tut mir nicht gut. Er ist sehr zärtlich dabei, und ich schließe genießerisch die Augen

Dinge, die passiert sind:
Ich habe mich unter einer Blinddarmentzündung windend meine Zwischenprüfung geschrieben und wurde noch am gleichen Tag operiert. Damit wurden meine Pläne zunichte gemacht, mit einem jungen Mann, der eigens zu Besuch anreiste, meine dreiwöchige Alkoholabstinenz zu beenden. Ich holte A. aus dem Urlaub zurück, damit sie ihm in unserer leeren Wohnung Gesellschaft leisten konnte, während ich im Krankenhaus lag. Wir verbrachten eine schmerzhafte (mit Bauchwunden lacht es sich nicht gut), fröhliche (es lacht sich wirklich nicht gut) und beischlaffreudige (es schläft sich auch nicht gut bei) Zeit, in der ich endlich Gelegenheit bekam, jemanden so gründlich kennenzulernen, bis ich ihn nie wieder sehen will. D. ist also aus dem Rennen, und das gründlich. Bis dahin war es aber schön, ihn gekannt zu haben. Es ist ein wenig traurig, festzustellen, dass es über jemanden nichts mehr zu wissen gibt, und das, nachdem man nicht viel tiefgründiges geredet hat. Oberflächliche Menschen sind seltsam. Es war eine schöne Explosion, nur die Asche schmeckt nicht sonderlich gut.
25.4.10 14:07
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung