Ich und das Was auch immer
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Alles passiert. Irgendwem.

Ich schreibe hier mal wieder, um mich davor zu drücken, Dinge zu schreiben, die auch jemand liest.
Da wäre die Reportage, über die ich jetzt nichts sage, da ich erst drei Absätze habe und zwei Ansätze, weiterzuschreiben. Oder die schriftliche Präsentation einer Webseite, die ich für die Ausbildung machen muss. Oder die E-Mail an meinen Nebenjob, in der ich einige Nebensächlichkeiten frage, um darüber hinwegzutäuschen, dass ich nicht vorankomme.

Alles in allem gibt es mehr zu tun, als mir lieb ist. Immer, wenn mir nach etwas Produktivem, Kreativem ist, drängen sich andere Dinge in den Vordergrund. Zum Beispiel ist die Zwischenprüfung um einen Monat vorverlegt worden - das bedeutet, dass ich bis zum 4.3. häufige Anfälle spontaner Panik sowie Ausbrüche von Lernwillen zu erdulden haben werde.

Intensives Seriensuchtverhalten und damit verbundener Online-Video-Konsum haben zu gehäuftem Realitätsverlust geführt.
Ich bewege mich durch einen Watteschleier und schmachte nach der nächsten Folge, nur eine noch, bitte bitte dann hör ich auf aber eine kurze etwas Zeit ist noch ich muss ich muss lass mich!
Bewegung hilft: Wäsche aufhängen, Katzen füttern, Blumen gießen, einkaufen, saubermachen. Der Computer hingegen ist ein Trigger, der das Verlangen wieder aufkochen lässt. Ich arbeite nicht gut. Nicht genug. Ich werde nicht fertig.

Seit ich meinen Nebenjob habe, trage ich dieses schlechte Gewissen mit mir herum. Ich weiß, dass ich die Kollegen mehr Arbeit koste als ich ihnen abnehme, und werde und werde nicht besser. Meinen Finanzen tut das gut, meinem Selbstwertgefühl nicht.
Nichts verletzt mehr als ungerechtfertigtes Lob.

Dinge passieren. Schöne Menschen machen schöne Dinge mit mir. Ich bin kaum zu Hause und freue mich schon auf den Tag, an dem ich wieder im Zug sitze und irgendwo hinfahre. Überall ist es schön. Ich vermisse Menschen, die weit weg sind. Ich bin kontinuierlich müde, aber der Tag ist zu kurz, um viel zu schlafen. Es gibt Dinge, über die ich nicht reden darf, dabei sind es schöne Dinge.
Ich sprudele ein bisschen. Blubbernde Bläschen aus Euphorie und Einsamkeit, aus ichwillichwillichwill und dingesindpassiert steigen durch meine Adern auf und kumulieren zu einem brodelnden Ball in meinem Kopf, der so groß ist, dass er einen Scrollbalken am Rand hat.

Mit A. zusammenzuziehen war eine gute Idee. Wir führen ein schönes Leben und passen ein wenig aufeinander auf.

Ich muss dann mal wieder.
Weiter Sachen machen.

Herzlichst.
10.2.10 10:07
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(5.3.10 08:46)
Ungerechtfertigtes Lob ist leichter zu ertragen, wenn es mit ungerechtfertigter Bezahlung einhergeht.^^ Heute ist die allerletzte Prüfung und Du schlägst Dich bestimmt phantastisch. Oh ja.

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