Ich und das Was auch immer
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Urlaub ist stressig

Nach einer Woche voll mit Überstunden und Vorbereitung sitze ich jetzt in Karlsruhe und lurche so rum. Es ist sehr, sehr ungewohnt, mal nichts zu tun zu haben - okay, ich muss das Drehbuch noch fertigschreiben, demnächst mal wieder duschen und gegessen hab ich schon ein ganzes Weilchen nichts mehr. Aber aufzuwachen, ohne zur Arbeit zu müssen, einzuschlafen, wenn man schon längst viel zu durch ist, um die letzten Stunden noch viel mitgekriegt zu haben und mit ebenso wundervollen wie seltsamen Menschen herumzulurchen - das ist nicht neu, aber es kam lange nicht vor. Mein Schlafrhythmus ist undankbar, glaube ich, aber da muss er eben durch. Sonntag gehe ich wieder arbeiten, bis dahin bin ich kaputtgefeiert genug, um zu ehemals normalen Zeiten einzuschlafen. Körpereigene Drogen sind toll - die meiste Zeit bin ich high vor Müdigkeit.
Götz, der maßgebend für den Zeitpunkt dieses Urlaubs war, hat vergessen, wie man die Kamikazefrauen spielt - zum Glück gibt er zwei Konzerte, ich rechne damit, heute noch mal hinzugehen.
Meine seelische Verfassung ist besser, als ich dachte. Der veränderte tagesrhythmus hat zwar seinen Preis, aber ich kann diesen Urlaub trotzdem als solchen genießen.
Ich habe gelernt, dass Stresskopfschmerzen meist dann auftauchen, wenn der Stress bereits vorbei ist. Dann, wenn man sich zurücklehnt und denkt: Das wäre geschafft! Dann hat man plötzlich Zeit für sowas ... ich lerne daraus einiges über die Grenzen meiner Belastbarkeit.
Mein Praktikum als Medienheini macht zwar Spaß, ist aber geprägt von Stressmenschen - Leuten, denen man anmerkt, dass sie mit der gegenwärtigen Situation und ihrem Leben nicht zufrieden sind, die sich noch immer nicht damit abfinden können, dass gerade bei der Arbeit mit technik immer alles schiefgeht, was schiefgehen kann, und noch mehr, und die ihren Unmut darüber an ihren Mitmenschen auslassen. Sie müssen dazu noch nicht einmal grummelnd und schimpfend durch die Gegend laufen - sie sind ständig von einer wabernden Frustaura umgeben, die ab und zu eruptive Entladungen von sich gibt. Ich halte mich von dieser Sorte Stress fern, aber es gibt mir Bedenken, ob ich einen Frustmenschberuf wirklich ergreifen sollte. Anscheinend sind alle Medienheinis so.
Die Arbeit im tierheim ist nicht minder frustrierend: Inkompetenz, Desinteresse und mangelnde Aufmerksamkeit haben zum tod einer Katze geführt, den ich für vermeidbar halte. Eine Katze, die mehr als eine Woche nichts mehr frisst und nahezu nichts trinkt, sollte ihre Medikamente nicht zermörsert ins Futter bekommen, sondern direkt ins Maul; eine Katze, die stark verklebte Augen hat, sollte Augensalbe bekommen, unabhängig davon, ob ein tierarzt schon welche verordnet hat oder ob noch welche da sind oder nicht. Eine Katze, die von tag zu tag sichtlich schwächer wird, gehört in die tierklinik. Sowas tut mir weh - klar werden immer einige meiner Schützlinge sterben, und in der Regel kann man nicht mehr tun, als man bereits getan hat, aber sowas ... da kann man nur grmblig vor sich hin schimpfen.

Des F.s Computer erlaubt mir nicht, große 't's zu schreiben. Offenbar wird das als Befehl verwendet, irgendein komisches Fenster zu öffnen - dann eben nicht.

Ich leg mich nochn bisschen hin und lese. Hab ja schließlich Urlaub.
23.1.08 12:52
 


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