Ich und das Was auch immer
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Es geht weiter!

Die Erkenntnis, dass das Leben weitergeht, ob nun mit oder ohne mich, ist wieder eine dieser Bauernweisheiten, die man immer weiß, aber nur selten verinnerlicht. Manchmal machen mir Menschen Angst, weil ich jedesmal aufs Neue feststelle, dass 'die da draußen' auch alle krank sind. Das kann man negativ sehen (es gibt keine gesunden Menschen und mir wird es auch nie besser gehen und die Welt ist hoffnungslos) oder positiv (die sind auch alle krank, und trotzdem gehts weiter, irgendwie).
Ich strebe derzeit einen positiven Fatalismus an, d.h. ich will zu der Einsicht gelangen, dass alles immerzu schief gehen kann, dass das aber gar nicht so schlimm ist. Es geht ja weiter.
Und ich habe die Abmachung mit mir getroffen, dass ich es nicht verdiene, aus dem Leben zu gehen, wenn meine Symptome es nicht schaffen, mich umzubringen. Denn das ist ja das Absurde: Jedesmal, wenn mein Puls aussetzt, zu schnell schlägt, ich nicht genug Luft kriege etc., denke ich daran, jeden Augenblick umzukippen, ohnmächtig oder tot. Aber mit all den Suizidgedanken und Plänen sollte mir das doch entgegenkommen, oder?
Und wenn ich schon nicht abfrecke, dann sollte ich besser gleich am Leben teilnehmen. Rückzug in Traumwelten ist angenehm, das Auftauchen ist es nicht. Und irgendwo ist das ja auch die Flucht ins Paradies, und das soll es auf Erden nicht geben, heißt es. Ganz ohne Realität geht es nicht, und wenn ich die Realität verkommen lasse, tut es eben weh, wannimmer ich mich ihr wieder widme.
Ich bin gestern ganz gut eingeschlafen, endlich wieder, und habe heute promt verpennt. Eigentlich wollte ich B. in die Klinik begleiten (sie wird heute wieder aufgenommen), aber Schlaf ist ja auch nicht schlecht. Mittlerweile stehe ich auf, sobald ich wach bin. Gleich ins Leben treten - solange ich mich bewege, geht's.
Ich war gestern insgesamt vier Stunden unterwegs, spazieren mit P., Hund und irgendwelchen Frauen mit Hund, denen man beim Gassigehen so begegnet. Gute Unterhaltungen und ein Gefühl von contentment - *grübel*. Von Zufriedenheit.
Heute ist aufräumen, umräumen, wegräumen angesagt, außerdem brauche ich Geld, d.h. ich verscheuer alles, was sich so verscheuern lässt, über E-bay. Meine Comicsammlung zum Beispiel. Klamotten bring ich in den An- und Verkauf, über mein Teleskop verhandle ich mit meinem Vater, und was in meinen Kramkartons noch so auftaucht, bring ich irgendwann auf den Flohmarkt.
Das sowie soziale Kontakte und frische Luft verschlingen derzeit meine ganze Zeit, und das ist gut so.

Tly, ich bin von 10-22 Uhr anrufbar, und komm zu dir, sobald ich Geld hab.
14.6.07 12:21
 


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